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Die FĂ€lschung der Welt
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Der Roman Die FÀlschung der Welt des amerikanischen Autors William Gaddis erschien erstmals 1955 unter dem Originaltitel The Recognitions im New Yorker Harcourt Verlag. Das Werk blieb zunÀchst nach dem einhelligen Verriss durch die Literaturkritik auch vom Publikum unbeachtet.cite-ref-1[1]
Durch eine kleine Gruppe begeisterter Leser blieb dennoch ein Interesse an dem auĂerordentlich komplexen Roman wach. 1976 erhielt Gaddis fĂŒr seinen Folgeroman JR den National Book Award, wonach auch das öffentliche Interesse an seinem monumentalen Erstlingswerk wuchs.
Das renommierte Time Magazine zÀhlte The Recognitions im Januar 2010 zu den 100 besten englischsprachigen Romanen seit 1923.cite-ref-2[2]
Der Roman untersucht das Thema FĂ€lschungen auf einer breiten Ebene: Falsche Geldscheine, gefĂ€lschte GemĂ€lde und vorgetĂ€uschte GefĂŒhle bestimmen sowohl die Welt der calvinistischen Puritaner als auch der New Yorker Szene.
Contents
âą Inhalt
âą Rezeption
âą Ausgaben
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Inhalt
Held des Romans ist Wyatt Gwyon, der Sohn eines Priesters, der ein Talent fĂŒr die Malerei entwickelt. Die strengglĂ€ubige Tante May, die die Erziehung des Jungen zunĂ€chst in HĂ€nden hat, verfolgt jedes Zeichen dieses Talents mit bitterer Strenge im Sinne eines archaischen Bilderverbots, das an entsprechende Formulierungen im konservativen Islam erinnert: Wer Abbilder schafft, begibt sich in Konkurrenz zum Schöpfergott und wird dafĂŒr streng bestraft. So malt der Junge heimlich, vergrĂ€bt die vollendeten Bilder heimlich im Garten. Die detailgenaue Schilderung der Bitterkeit und des Sadismus, mit der die streng religiöse Tante den Jungen erzieht, wird zu einer Anklage gegen den rigiden Protestantismus calvinistischer PrĂ€gung in den USA.
Beim Vater Wyatts fĂŒhrt die ReligiositĂ€t in immer absurdere Regionen von Mystik, Alchemie und Naturreligion. Als der Sohn schwer erkrankt und der Vater sieht, dass die Mediziner ihn nur noch als Versuchskaninchen missbrauchen, rettet er ihn in einer schamanischen Zeremonie unter Opferung eines Affen, den er von einer Reise aus Gibraltar mitgebracht hat. Nach dem Tode der Tante May leben Vater und der sich weitgehend selbst ĂŒberlassene Sohn mit einer verwirrten HaushĂ€lterin im Pfarrhaus. Der Sohn gibt aber alle PlĂ€ne auf, das von Generation zu Generation weitergegebene Pfarramt zu ĂŒbernehmen. Ende der 30er Jahre studiert er zunĂ€chst im NS-regierten MĂŒnchen Malerei und siedelt dann nach Paris ĂŒber, wo er heiratet.
Aus Not und Misserfolg entwickelt sich Wyatt zum genialen FĂ€lscher, der nicht konkrete GemĂ€lde alter Meister kopiert, sondern so perfekt neue in ihrem Stil erstellt, dass sie als lang verlorene Originale von der Kunstwelt akzeptiert werden. In Wyatts Umfeld entwickelt Gaddis eindrucksvolle und kritische Bilder von der amerikanischen Szene in Paris, der ausgeflippten Welt der KĂŒnstler und Kleinkriminellen in New York und immer wieder der bigotten Kleinstadtwelt der Puritaner in den USA.
Wyatts Vater entwickelt gleichzeitig immer absurdere Ideen, zeigt sich beeindruckt vom Wunderglauben der Katholiken in Spanien, interessiert sich fĂŒr Mithraismus und andere abseitige religiöse Strömungen. Seine frĂŒh auf einer Europareise verstorbene Frau Camilla liegt in Spanien begraben. Nach dem Tod hatte Wyatts Vater sich als Gast in ein Kloster zurĂŒckgezogen. Immer stĂ€rker verstellt sich dem Vater der Weg zur RealitĂ€t, bis er schlieĂlich in der Psychiatrie landet.
Eine wichtige Nebenfigur ist Otto, ein Verehrer Wyatts, der sich aus zusammengesuchten Zitaten vor allem Wyatts eine irreale Existenz konstruiert. Das Scheitern dieses Lebenskonzepts treibt zum Teil absurde BlĂŒten, etwa als Otto einen gebrochenen Arm vortĂ€uscht, angebliche Folge der Teilnahme an einer Revolution in Lateinamerika, und diese vorgetĂ€uschte Verletzung zur Behinderung seiner PlĂ€ne wird. Dennoch wird er zum Liebhaber von Wyatts Frau Esther, die frustriert ĂŒber Wyatts KontaktunfĂ€higkeit einen Tröster sucht, der sich wirklich fĂŒr sie interessiert. Eine andere Figur ist die drogensĂŒchtige Dichterin Esme, die nach einer AffĂ€re mit Otto Wyatt Modell steht und sich in ihn verliebt und nach einer Serie absurder Verwicklungen als Nonne in Europa endet.
Wyatt erlebt seine FĂ€lschungen als kĂŒnstlerische Leistungen, er verfolgt keine finanziellen Interessen. Vielmehr will er sich abgrenzen vom Kunstbetrieb seiner Zeit, der ausschlieĂlich OriginalitĂ€t schĂ€tzt, gleichgĂŒltig wie sinnlos ihre Produkte sind. Ihn faszinieren seit seiner Jugend Technik und Stil der alten Meister. Durch Recktall Brown, einen skrupellosen KunsthĂ€ndler, wird er dennoch immer tiefer in kriminelle GeschĂ€fte verwickelt, bis es keinen Ausweg mehr gibt.
Interpretationsansatz
Im Zentrum des Romans steht eine Gruppe von Personen, die in Manhattan, insbesondere im Greenwich Village leben und jene LĂ€nder bereist haben, die Gaddis selbst aufgesucht hatte, wie Mittelamerika, Frankreich, Spanien, Italien und zum Teil auch Nordafrika. Das gemeinsame Anliegen aller am Romangeschehen beteiligten Charaktere ist die Kunst: Literatur, Malerei, Film und auch die Kunst des FĂ€lschens. Dieses kĂŒnstlerische Anliegen steht dabei immer wieder in Verbindung mit religiöser Suche oder bietet aber einen Ersatz dafĂŒr.
Mit dem Geistlichen Reverend Gwyon und seinem Sohn Wyatt erscheinen religiöse und kĂŒnstlerische Interessen in der Folge der Generationen; der Roman greift dabei mit Gwyon Senior zurĂŒck auf die Zeit um den bzw. nach dem Ersten Weltkrieg. Das wichtigste Ă€uĂere Ereignis in der Handlung um den Geistlichen ist der Tod seiner Frau auf der Ăberfahrt nach Spanien, wo Gwyon sie nach einem katholischen Ritus bestatten lĂ€sst, um anschlieĂend die heiligen StĂ€tten der Alten Welt aufzusuchen und sich in das Studium der Religionsgeschichte zu vertiefen, das er bereits in Neuengland mit einem Kurs ĂŒber den Mithraskult aufgenommen hatte. Nach der RĂŒckkehr in seine neuenglische protestantische Gemeinde sind seine Predigten immer mehr von Vorstellungen eines nicht-protestantischen Christentums sowie heidnischer Religionen und Mythen durchdrungen. Seinen Höhepunkt erreicht die Geschichte Gwyons, als er â mittlerweile dem Wahnsinn verfallen â statt eines Weihnachtsgottesdienstes einen Mithraskult vollzieht an genau dem Weihnachtsfest, das auch fĂŒr die anderen Figuren des Romans bedeutsam wird. Gwyons Leben endet schlieĂlich in einer Irrenanstalt.
Die Gwyon ĂŒberlieferte puritanische Religion entspricht der protestantischen Ethik im Sinne Max Webers (The Recognitions, S. 13 f.); fĂŒr Gwyon ist dieses ReligionsverstĂ€ndnis jedoch unzureichend; er sucht in anderen Religionen wie auch in den Mythen jenes Mysterium, das er in seinem konfessionellen christlichen Glauben verloren sah. Eine vorweihnachtliche Szenebeschreibung (The Recognitions, S. 102) in der cineastischen ErzĂ€hlperspektive des Kamerablicks (Camera Eye) von John Dos Passos mit einer der seltenen auktorialen Kommentierungen zu diesem Thema lĂ€sst erkennen, dass die Religionen fĂŒr Gwyon das Geheimnis und den Zauber des Göttlichen, das der Welt ihren Sinn verleiht, verbergen; auf der Suche nach dieser göttlichen Sinngebung verfĂ€llt er schlieĂlich dem Wahnsinn.cite-ref-3[3]
Gwyons Sohn Wyatt ist wie sein Vater zunĂ€chst fĂŒr das Amt eines Geistlichen bestimmt, widmet sich jedoch schon bald der Malerei. Auch fĂŒr ihn als KĂŒnstler geht es um die BeschĂ€ftigung mit den Mysterien. Wie Basil Valentine, der Kunstkritiker des BildfĂ€lscherrings, fĂŒr den Wyatt arbeitet, es ausdrĂŒckt, ist der Priester der HĂŒter der Mysterien, wĂ€hrend der Maler ihr Geheimnis aufdeckt, indem er ihm kĂŒnstlerische Gestalt verleiht: âThe priest is the guardian of mysteries [...] The artist is driven to expose themâ (The Recognitions, S. 261). Wyatt erlernt seine Kunst in Deutschland und in Paris; sein deutscher Meister lehrt ihn, dass es nicht um OriginalitĂ€t gehe, die mit der Tradition brieche, sondern um Nachahmung, durch die Neues entstehe (The Recognitions, S. 89). Wyatts Vorbild werden Hans Memling und die alten flĂ€mischen Meister; sein Lehrer verkauft spĂ€ter ein von Memling inspiriertes Bild Wyatts als einen echten neu entdeckten Memling. Da sich Wyatts eigene GemĂ€lde im Stil der flĂ€mischen Meister nicht verkaufen lassen, ist er gezwungen, seinen Lebensunterhalt als Zeichner in einem BrĂŒckenbauunternehmen sowie durch das Restaurieren alter GemĂ€lde zu verdienen. Recktall Brown, der KunsthĂ€ndler, kann ihn schlieĂlich dafĂŒr gewinnen, Bilder im Stil der alten Meister zu malen und sie mit deren Namen zu signieren, um sie dann als Neuentdeckung angeblich verloren gegangener Werke fĂŒr teueres Geld zu verkaufen. Die dazu erforderlichen Kunstexpertisen liefert Basil Valentine.
Wyatt versucht, sein kĂŒnstlerisches Anliegen mit aller Hingabe in seinen GemĂ€lden zum Ausdruck zu bringen. Als er schlieĂlich sich als Maler der gefĂ€lschten alten Meister enthĂŒllen und seinen Bund mit dem KunsthĂ€ndler Brown auf dessen Weihnachtsgesellschaft aufkĂŒndigen will, stĂŒrzt der gewissenlose KunsthĂ€ndler in einer RitterrĂŒstung, die er sich angelegt hat, die Treppe hinab und kommt auf groteske Weise zu Tode. Die GĂ€ste verlassen fluchtartig das Haus; nur Wyatt bleibt zusammen mit Valentine bei der Leiche des KunsthĂ€ndlers zurĂŒck. In seiner Verzweiflung ĂŒber das Scheitern seiner EnthĂŒllung versucht er, Valentine zu erstechen, und flieht anschlieĂend nach Europa in der irrigen Annahme, ihn ermordet zu haben. Vergeblich sucht er dort das Grab seiner Mutter, da deren sterblichen Ăberreste mit denen eines MĂ€dchens verwechselt worden waren, das wĂ€hrend Wyatts Friedhofbesuch gerade in Rom heiliggesprochen werden soll. Daraufhin zieht Wyatt sich in das Franziskanerkloster zurĂŒck, das schon sein Vater aufgesucht hatte, und restauriert wiederum GemĂ€lde. WĂ€hrend dieser TĂ€tigkeit isst er Brot, das â ein weiteres der zahlreichen grotesken Elemente des Romans â mit der Asche seines Vaters gebacken wurde, die dem Kloster zugeschickt wurde und dort fĂ€lschlicherweise fĂŒr das Mehl gehalten wird, das Wyatts Vater frĂŒher dem Kloster zu schicken pflegte. Wie zuvor sein Vater, kann Wyatt nicht in dem Kloster bleiben und wird vom Pförtner weitergeschickt. Beim LĂ€uten der Glocken glaubt Wyatt, darin seinen verstorbenen Vater zu hören, und beschlieĂt, von nun an bewusster zu leben: âThe bells, the old man ringing me on. Now at last, to live deliberatelyâ (The Recognitions, S. 900).
Die in vielerlei Hinsicht groteske Geschichte Wyatts ist ebenso die Geschichte eines suchenden Menschen, dem es darum geht, sich als KĂŒnstler in seinem eigenen Werk selbst zu finden. Zahlreiche Anspielungen lassen Wyatt dabei in Analogie zu unterschiedlichen literarischen und mythologischen Gestalten erscheinen: So begibt er sich beispielsweise wie Clemens, der jugendliche SchĂŒler des Petrus, in den frĂŒhchristlichen Recognitiones auf die Suche nach der Wahrheit und gerĂ€t durch den KunsthĂ€ndler Brown ebenso in Versuchung wie Clemens durch den Magier Simon.
Der KunsthĂ€ndler Brown erweist sich zudem fĂŒr Wyatt als Mephistopheles, dem er seine Seele verkauft, wobei es Wyatt jedoch letztendlich anders als Faust gelingt, sich von Mephisto wieder zu lösen. Als Wyatt am Schluss sich weiter auf Wanderschaft begibt, erscheint er als der Ewige Jude, aber auch als der Fliegende HollĂ€nder, auf den mehrfach im Roman angespielt wird.cite-ref-4[4]
Im gesamten Roman finden sich gleichermaĂen an anderen Stellen vielfĂ€ltige Anspielungen auf das Motiv der Erlösung (redemption). So geht es Wyatt wie etwa T. S. Eliot in dessen Four Quartets (dt. Vier Quartette, 1943) um die Erlösung von der Zeit und ihrer VergĂ€nglichkeit, die er durch seine Kunst zu erreichen versucht: âA work of art redeems timeâ (The Recognitions, S. 144).
Esme, sein Modell â oder metaphorisch gesehen seine Senta aus Wagners Oper Der fliegende HollĂ€nder bzw. seine Helena aus der griechischen Mythologie â opfert sich zwar fĂŒr ihn; dennoch gelingt es ihm keineswegs, am Ende durch sie seine Erlösung zu finden. Das Gleiche gilt fĂŒr Otto Pivner, der gleichsam parodistisch den Wagner zu Wyatts Faust spielt und Eliot zitiert, wobei er sich zugleich auf den Apostel Paulus beruft: âSaint Paul would have us redeem time; but if present and past are both present in time future; and that future contained in time past, there is no redemption but oneâ (The Recognitions, S. 160).
Es bleibt in Gaddisâ Roman allerdings an vielen Stellen bei Anspielungen, die nicht nĂ€her konkretisiert werden. Beispielsweise zieht es Wyatt nun unter dem Namen Stephen, den seine Eltern ihm ursprĂŒnglich geben wollten, wie ein zweiter Stephen Dedalus auf seiner Selbstfindungssuche nach Spanien, das ihm jedoch vor allem als groĂe Leere erscheint: âItâs not a land you travel in, itâs a land you flee across, from one place to another [...] Itâs like drowning, this despair, this ... being engulfed in emptinessâ (The Recognitions, S. 816).
Spanien ist das Land, in dem Wyatts Mutter Camilla wie eine Jungfrau in einer weiĂen Karosse zum Friedhof gefahren wird. Aufgrund der Verwechslung ihres Leichnams mit dem eines MĂ€dchens wird sie fĂ€lschlicherweise heiliggesprochen, trotz der Vergewaltigung, die jenes MĂ€dchen ertragen musste. Ein weiteres Mal erweisen sich derartige Zeichen der Wiedererlangung der verlorenen Unschuld als trĂŒgerisch, da deutlich wird, dass die Heiligsprechung ausschlieĂlich aus kommerziellen GrĂŒnden erfolgt: Die Gemeinde benötigt ihre Heilige, um so Pilger zu einem Besuch des Grabes zu veranlassen und fĂŒr zusĂ€tzliche Einnahmen zu sorgen.
Der Versuch der Wiedergewinnung der Unschuld verlĂ€uft dabei parallel zu Wyatts Versuch der Selbstfindung in seiner Kunst. Seine frĂŒhen Versuche zu malen werden jedoch als Kopien beschrieben (The Recognitions, S. 52); das, was er originĂ€r vor sich sieht, kann er nicht in eine kĂŒnstlerische Form bringen; er ist noch nicht fĂ€hig, das, was er eigentlich vor sich zu sehen glaubt, zu enthĂŒllen (âto expose [it]â, S. 261).
Diese Beschreibung der Existenz einer (noch) rein imaginĂ€ren, realiter nicht sicht- und gestaltbaren kĂŒnstlerischen Vorlage oder Vorstellung unterscheidet Gaddis Roman insoweit von anderen Werken der rein experimentellen ErzĂ€hlform, die nichts als existierend anerkennen, das nicht sprachlich formuliert oder als Kunstwerk zum Ausdruck gebracht werden kann.cite-ref-5[5]
Bezeichnend ist eine Passage, in der Wyatts BemĂŒhen geschildert wird, ein Bild seiner Mutter nach einer fotografischen Vorlage zu gestalten, die diese noch vor ihrer Hochzeit zeigt. Doch er malt das Bild nicht zu Ende: âThere is something about a ... an unfinished piece of work, a ... a thing like this where ... do you see? Where perfection is still possible? Because itâs there, itâs there all the time, all the time you work trying to uncover itâ (The Recognitions, S. 57). Die Erkenntnis und EnthĂŒllung, das âuncoveringâ oder âexposingâ, gelingt ihm jedoch nicht einmal in Bezug auf das Bild seiner Mutter.
Eine weitere Andeutung findet sich an einer Textstelle, in der Otto den Protagonisten Gordon des von ihm verfassten GesellschaftsstĂŒcks Wyatt nachahmen lĂ€sst (The Recognitions, S. 123). Demzufolge ĂŒberdeckt in jedem GemĂ€lde eine Schicht die andere in dem Versuch, gröĂere Vollkommenheit zu erreichen. Darunter bleibt das âpatternâ erhalten, mithin eine Art von Urbild oder Idee im platonischen Sinne. Ebenso erzĂ€hlt Otto eine Geschichte, die er vorgeblich von einem Freund â vermutlich Wyatt â gehört haben will: Als ein gefĂ€lschter Tizian von der Leinwand abgekratzt worden sei, sei ein unbedeutendes Werk zum Vorschein gekommen, unter dem sich jedoch tatsĂ€chlich ein genuiner Tizian befunden haben solle. Am Ende kratzt auch Wyatt im Kloster ein unbedeutendes Bild von einem echten Tizian ab.
DemgemÀà steht hinter all diesen Versuchen der kĂŒnstlerischen Darstellung oder Gestaltung die Vorstellung einer letztlich gĂŒltigen Wirklichkeit. Das seltene Erlebnis, diese Wirklichkeit zu erblicken, hat Wyatt nach der Fertigstellung eines GemĂ€ldes und der Betrachtung von Picassos Night Fishing in Antibes. So berichtet er Esther, seiner Frau, wie ihm nach der Vollendung seines Bildes und der anschlieĂenden Erschöpfung alles auf der StraĂe unwirklich vorkam, bis er das Bild Picassos stieĂ. Sein Erleben in diesem Moment fasst er in folgende Worte: âWhen I saw it [das Bild Picassos] all of a sudden everything was freed into one recognition, really freed into reality that we never see, you never see it. You donânt see it in paintings because most of the time you canât see beyond a paintingâ (The Recognitions, S. 123). Wyatts Erleben der recognition wird damit zu einer Art von schlaglichtartiger Offenbarung oder Erhellung Ă€hnlich der epiphany im Joyceschen Sinne.
Was sich im Kunstwerk offenbart, erlangt jedoch seine eigene Kraft. Als Esme Wyatt zum letzten Mal in seinem Atelier besucht, hat sie das GefĂŒhl, ganz zum Teil seiner Wirklichkeit geworden zu sein. In dem Brief, den sie nach ihrem geplanten, dann jedoch misslungene Suizid hinterlassen will, heiĂt es:
âIt does not seem unreasonable that we invent colors, line, shapes, capable of being, representative of existence, therefore it is not unreasonable that they, in turn, later invent us, our ideas, directions, motivations [âŠ] They by conversion into an idea of the person, do, instantaneously destroy himâ
â
The Recognitions
, S. 473.
Das Malen bedeutet, wie auch eine andere Textstelle zeigt, fĂŒr Wyatt den Beweis seiner eigenen Existenz (The Recognitions, S. 96); dieses Sein wird im Schaffensprozess jedoch zu dem des Werkes, indem die Wirklichkeit des Bildes zerstörerische Macht ĂŒber ihn gewinnt. Es bedarf unzĂ€hliger Versuche, diese Wirklichkeit im Bild aufscheinen zu lassen; damit existieren auch die verschiedensten Möglichkeiten ihres Erscheinens.
So stellt Wyatt in Bezug auf die flĂ€mischen Meister fest, das die Vielzahl der in den GemĂ€lden enthaltenen Perspektiven nicht nur deren Kraft (âforceâ) ausmacht, sondern ebenso ihren Makel (âflawâ), da sie jeweils nur separate Teilansichten jener ganzheitliche Wirklichkeit gewĂ€hren, die als solche fĂŒr Wyatt nach Esthers Aussage ein groĂes, leeres Nichts (âa great, empty, nothingâ) ist, das sich erst in der Wahrnehmung und kĂŒnstlerischen Gestaltung fĂŒllt (The Recognitions, S. 119).
In diesem WirklichkeitsverstĂ€ndnis liegt in Gaddisâ Roman der Ansatz fĂŒr eine Deutung als Metafiktion. Diese wird in The Recognitions auch dadurch wirksam, dass einer Mehrzahl der am Geschehen beteiligten Figuren die ârecognitionâ als zusammenhĂ€ngende Erkenntnis des Ganzen verwehrt bleibt und sie mit der eingeschrĂ€nkten Teilansicht, der âseparatenessâ, leben mĂŒssen, die Wyatt beschreibt, als er im Kloster den echten Tizian freilegt: âThatâs what went wrong, youâll understand ⊠or, â Everything withholding itself from everything elseâ (The Recognitions, S. 874.)
FĂŒr Brown, den reprĂ€sentativen Vertreter dieser Figurengruppe, ist alles mit den gleichen Worten machbar (âYou can do anything with the same wordsâ, S. 350). Demzufolge ist alles möglich, aber eben nur möglich: Möglichkeit ist zur einzigen Wirklichkeit geworden.cite-ref-6[6]
Entstehungsgeschichtlicher Hintergrund
The Recognitions entstand in einem lĂ€ngeren Zeitraum von rund sieben Jahren, in denen William Gaddis fortwĂ€hrend an seinem Erstlingsroman arbeitete. UrsprĂŒnglich sollte das Werk nach Gaddisâ eigenen Aussagen erheblich kĂŒrzer und weniger komplex ausfallen und war als eine ausdrĂŒckliche Parodie auf Goethes Faust gedacht, in der ein KĂŒnstler die Rolle des Gelehrten Doktor Faustus ĂŒbernehmen sollte.
In der Entstehungszeit des Romans reiste Gaddis nach Mexiko, Zentralamerika und Europa. WĂ€hrend seines Aufenthaltes in Spanien 1948 las er dort die umfangreiche Vergleichsstudie ĂŒber Mythologie und Religion The Golden Bough: A Study in Magic and Religion des schottischen Anthropologen James George Frazer, in der dieser die Entstehung der Religionen aus frĂŒheren Mythen aufzuzeigen versucht.
Frazers ErklĂ€rung des Ursprungs der Religionen aus Mythen beeinflusste Gaddis Sichtweise maĂgeblich und inspirierte vermutlich auch seine Vorstellung der modernen Welt als einer groĂen FĂ€lschung. Die LektĂŒre von The Goldden Bough fĂŒhrte Gaddis insbesondere zu der Erkenntnis, dass das zentrale Motiv von Goethes Faust auf die aus dem Urchristentum ĂŒberlieferte Schilderung des Lebens des heiligen Clemens und seiner Suche nach Erlösung in den sogenannten Pseudo-Klementinen zurĂŒckgeht, die spĂ€ter als Recognitiones ins Lateinische ĂŒbersetzt wurden. Auf dem Hintergrund dieser ZusammenhĂ€nge Ă€nderte und erweiterte Gaddis die ursprĂŒngliche Ausrichtung seines in der Entstehung begriffenen Romanes grundlegend; als Titel seines Werkes wĂ€hlte er im amerikanischen Original nunmehr eine unmittelbare Anlehnung an die Clementinischen Recognitiones. Mit dieser Ausweitung der Konzeption seines Romanes auf die Geschichte der Reise eines zeitweilig in die Irre geleiteten Heldens und dessen Suche nach Erlösung verknĂŒpfte Gaddis zugleich die Intention, die vielfĂ€ltigen mythischen und bildhaften Anleihen wie auch VerfĂ€lschungen in der modernen Kultur literarisch zu gestalten. Der anfangs von seinem Verfasser als begrenzte Faust-Paodie konzipierte Roman erhielt damit eine theoretisch schrankenlose epische Breite als umfassende Pilgerfahrt der Erkenntnis, aufbauend auf einer Parodie der Clementinischen Recognitiones.cite-ref-7[7]
1949 stellte Gaddis einen ersten Entwurf seines Werkes fertig, den er â wie sich aus seinen gesammelten Briefen entnehmen lĂ€sst â in den folgenden Jahren kontinuierlich revidierte und erweitert, bis er schlieĂlich seinem Verleger Harcourt Anfang 1954 ein etwa 480.000 Worte umfassendes vollstĂ€ndiges Manuskript als endgĂŒltige Version des Romans vorlegte. Zuvor veröffentlichte Gaddis in der Zeitschrift New World Writing 1952 einen Teil des zweiten Kapitels seines Gesamtwerkes in einer leicht verĂ€nderten Fassung.cite-ref-8[8]
Rezeption
Unmittelbar nach seinem Erscheinen wurde The Recognitions von der zeitgenössischen Literaturkritik der Hemingway-Ăra einmĂŒtig verrissen. Das Buch wurde von zahlreichen Kritikern dieser Zeit, die sich teilweise sogar damit brĂŒsteten, den Roman noch nicht einmal bis zum Ende gelesen zu haben, verĂ€chtlich als ĂŒbles, abstoĂendes und ekelerregendes Machwerk (âdisgusting, evil, foul-mouthedâ) bezeichnet. In einer ersten seriöseren Rezension in der New York Times am 13. MĂ€rz 1955 wurde der Roman aufgrund seiner Form und LĂ€nge sowie seines Bilderreichtums und Inhalts als der verwegene Versuch einer Herausforderung an James Joyceâ Jahrhundertwerk Ulysses betrachtet (âIn form, content, length, and richness of imagery, as well as in syntax, punctuation, and even typography, this novel challenges the reader to compare it with Joyceâs "Ulysses.â) â ein Versuch, der jedoch von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen sei.cite-ref-9[9]
Auch beim breiten Lesepublikum hat der Roman nur wenig Anklang gefunden; selbst im amerikanischen Buchhandel blieb die Erstausgabe lange Zeit verschollen. Einzig eine kleine radikale Gemeinde von Lesern sorgte dafĂŒr, dass das Werk trotz des öffentlichen Vergessens in bestimmten literarischen Kreisen die Reputation eines âUnderground-Klassikersâ erlangte.cite-ref-10[10]
Die GrĂŒnde fĂŒr die weitgehend fehlende öffentliche Resonanz liegen neben den anfangs sehr negativen Kritiken wahrscheinlich auch in der extremen LĂ€nge des Werkes mit nahezu 1000 Seiten und in den zahllosen, oftmals nicht oder nur mit Schwierigkeiten aufzulösenden Anspielungen sowie in der kaum zu ĂŒberblickenden Zahl der auftretenden Figuren und den labyrinthischen Verstrickungen des HandlungsgefĂŒges.cite-ref-11[11]
Erst allmĂ€hlich wurde in der jĂŒngeren Literaturwissenschaft und Kritik die literarische Bedeutung dieses imposanten Romans gewĂŒrdigt. So sah beispielsweise der renommierte englische Literaturwissenschaftler und Kritiker Paul Antony (Tony) Tanner in Gaddis Roman die Einleitung einer neuen Epoche in der amerikanischen Literatur, die die Werke solcher herausragender Autoren wie etwa Joseph McElroy, Thomas Pynchon, Don DeLillo oder David Foster Wallace vorweggenommen und maĂgeblich beeinflusst habe.cite-ref-12[12]
Die Schriftstellerin Cynthia Ozick wĂŒrdigte in einer erneuten ausfĂŒhrlichen Buchbesprechung in der New York Times am 7. Juli 1985 den Roman ebenfalls als ein originĂ€res modernistisches Meisterwerk, das seiner Zeit voraus gewesen und nicht zuletzt aus diesem Grunde zu Unrecht in Vergessenheit geraten sei. Das Werk gehöre zu den bedeutendsten ĂŒbersehenen Werken mehrerer literarischer Generationen; es imitiere dabei jedoch keinesfalls die vorangegangene Literatur von Autoren James Joyce, Thomas Mann, Henry James, Virginia Woolf oder Marcel Proust, sondern fĂŒhre diese fort und lasse sie hinter sich.cite-ref-13[13]
Joachim Kalka beschrieb in seiner Kritik vom 5. Dezember 1998 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anlĂ€sslich des Erstausgabe der âeindrucksvollenâ deutschen Ăbersetzung von Marcus Ingendaay die groĂe Freude, die âder erneute Blick auf dieses heilige Monstrum der amerikanischen Gegenwartsliteraturâ bereite. Das Buch sei groĂartig und irritierend; selbst dort, wo der Leser enttĂ€uscht sei, mĂŒsse er einrĂ€umen, dass es eine EnttĂ€uschung auf allerhöchstem Niveau sei. âDie FĂ€lschung der Weltâ sei âein enzyklopĂ€disch-barocker Roman (an die 1250 Seiten) mit einem sehr ehrgeizigen philosophisch-Ă€sthetischen Programm, einem ironisch-passionierten Verwirrspiel mit den letzten Fragen von Kunst und Religion, einer Unzahl von Figuren in raffiniert verknĂŒpften Beziehungen und einem ungeheuerlichen Requisitenapparat.â Die wechselnden SchauplĂ€tze â insbesondere die schmerzhaft dicht beschriebene Enge von Greenwich Village mit seinen allesamt gnadenlos scheiternden KĂŒnstlerexistenzen â und die Vielzahl der BĂŒcher, Bilder, Alltagsdetails, Zitate seien bei Gaddis jedoch ânicht Teil eines traditionellen Versuchs, Wirklichkeit mimetisch zu simulieren und in groĂem, realistischem Griff dem Leser âdieâ Welt zu schenkenâ. Der Roman gehöre bereits jetzt âentschieden zu den Unternehmungen, die mit hohem, reflektiertem sprachlichem Aufwand eine eigene Welt der Literatur konstruieren.âcite-ref-14[14]
Deutsche Ăbersetzung
Marcus Ingendaay wurde zu seiner Ăbersetzung befragt und antwortete:cite-ref-15[15]
âIch glaube, dass das Buch auf Deutsch lesbarer und viel lustiger und heller ist, als im Original. Das Original ist ⊠wirklich absolut dĂŒster. DĂŒster auf eine Art, die ich persönlich nicht ertrage. Und deshalb habe ich den Roman so ein bisschen angehoben von seiner Stimmung her. ⊠(32:17) Wenn Sie so lange an einem Buch arbeiten, dann tun Sie etwas fĂŒr den Autor und sagen: âIch sorge dafĂŒr, dass es dir hier, in der deutschen Version, besser geht als im Original.â (32:26)â
â
Ingendaay, 2013
Eine solche beabsichtigte VerĂ€nderung des Tons eines Werks ist unter Ăbersetzern umstritten.cite-ref-16[16]
Ausgaben
âą William Gaddis: The Recognitions. Amerikanische Erstausgabe. Harcourt, Brace & World Verlag, New York 1955.
âą William Gaddis: The Recognitions. Aktuelle Neuauflage. Dalkey Archive Press, Champaign (Illinois) 2012, ISBN 978-1-56478-691-3.
âą William Gaddis: Die FĂ€lschung der Welt. Deutsche ErstĂŒbersetzung aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay. Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 1998, 2. durchgesehene Auflage 1999, ISBN 3-442-44878-6.
Literatur
âą Steven Moore: A Readerâs Guide to William Gaddisâs RECOGNITIONS, University of Nebraska Press, Lincoln, NB, 1982, rev. Neuauflage 1995.
âą John Johnston: Carnival of Repetition: Gaddisâs RECOGNITIONS and Postmodern Theory, University of Pennsylvania Press, Philadelphia 1990, ISBN 978-0-8122-8179-8.
Weblinks
âą A Reader's Guide to William Gaddis's The Recognitions â umfassende ErlĂ€uterung der TextbezĂŒge und Anspielungen
âą Anmerkungen zu The Recognitions bei williamgaddis.org â Sammlung von ErlĂ€uterungen auch zu den anderen Romanen von Gaddis auf Englisch.
âą Complete Review: The Recognitions by William Gaddis â umfangreiche Zusammenstellung englischer und deutscher Rezensionen des Werkes
Einzelnachweise
cite-note-11. â Zu den anfĂ€nglichen Verrissen durch die Literaturkritiker ausfĂŒhrlich die Zusammenstellung der ersten 55 Rezensionen des Romans von Jack Green: Fire the Bastards!. Abgerufen am 30. Mai 2017
cite-note-22. â All-Time 100 Novels: The Recognitions. Abgerufen am 30. Mai 2017.
cite-note-33. â Franz Link: William Gaddis, geb.1922 - The Recognitions, 1955. In: Franz Link: Amerikanische ErzĂ€hler seit 1950 · Themen · Inhalte · Formen. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-70822-8, S. 307f.
cite-note-44. â Franz Link: William Gaddis, geb.1922 - The Recognitions, 1955. In: Franz Link: Amerikanische ErzĂ€hler seit 1950 · Themen · Inhalte · Formen. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-70822-8, S. 308f.
cite-note-55. â Franz Link: William Gaddis, geb.1922 - The Recognitions, 1955. In: Franz Link: Amerikanische ErzĂ€hler seit 1950 · Themen · Inhalte · Formen. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-70822-8, S. 309f.
cite-note-66. â Franz Link: William Gaddis, geb.1922 - The Recognitions, 1955. In: Franz Link: Amerikanische ErzĂ€hler seit 1950 · Themen · Inhalte · Formen. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-70822-8, S. 310f.
cite-note-88. â Angaben in der Neuausgabe von William Gaddis: The Recognitions. Dalkey Archive Press, Champaign, Dublin, London 2012, ISBN 978-1-56478-691-3. Siehe dazu auch die Introduction von William H. Gass zu dieser Ausgabe, S. VII.
cite-note-99. â Zitierte Rezensionen bei Jack Green: Fire the Bastards!. Abgerufen am 30. Mai 2017. Siehe auch die Einleitung von William H. Gass zu der Neuausgabe von William Gaddis: The Recognitions. Dalkey Archive Press, Champaign, Dublin, London 2012, ISBN 978-1-56478-691-3, Introduction, S. VIff.
cite-note-1010. â Joachim Kalka: Der Mann, der brennt. William Gaddis fĂ€lscht die Welt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Dezember 1998. Abgerufen am 30. Mai 2017.
cite-note-1111. â Franz Link: William Gaddis, geb.1922 - The Recognitions, 1955. In: Franz Link: Amerikanische ErzĂ€hler seit 1950 · Themen · Inhalte · Formen. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-70822-8, S. 307.
cite-note-1212. â William Gaddis: A Portfolio, Conjunctions 41 (2003), 373â415, online auf Project Gutenberg unter central.gutenberg.org@1@2Vorlage:Toter Link/central.gutenberg.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Abgerufen am 30. Mai 2017.
cite-note-1313. â Cynthia Ozick: Fakery and Stony Truths. In: The New York Times, 7. Juli 1985. Abgerufen am 30. Mai 2017.
cite-note-1414. â Joachim Kalka: Der Mann, der brennt. William Gaddis fĂ€lscht die Welt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Dezember 1998. Abgerufen am 30. Mai 2017.
cite-note-1515. â Ingendaay, Deutschlandfunk Kultur, 9. April 2013, Interview mit Sieglinde Geisel
cite-note-1616. â Dirk van Gunsteren: Ein Diener ist kein Sklave. In: TraLaLit, 4. November 2018.